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Aravind Adiga ist mit „Der weiße Tiger“ ein sensationelles Debüt gelungen. Das war in diesem Jahr mit eines meiner ersten Bücher. Ich bin nicht die Ober-Leseratte, brauche also entsprechend Zeit, um Bücher zu lesen. „Der weiße Tiger“ war allerdings ziemlich flott durchgelesen. Es war einfach genial unterhaltsam.

Kürzlich ist nun „Zwischen den Attentaten“ erschienen. Hierbei handelt es sich mehr um einen Episodenroman, in dem eine ganze Reihe von Protagonisten vorkommen. Es werden zwölf unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Schicksalen vorgestellt. Es handelt sich in der Regel um Loser der Gesellschaft. Einige wissen, dass es so ist, andere denken das Gegenteil.

Adiga räumt auf mit irgendwelchen Vorurteilen von einem Indien, in dem Friede, Freude, Eierkuchen angesagt ist. Das Kastenwesen ist brutal. Moslems und Christen haben es extrem schwer. Die Lebensbedingungen sind übel, für den Großteil der Bevölkerung hat der Begriff Schwellenland und dessen Implikationen keine Bedeutung. Es herrscht Unterdrückung, Korruption ist an der Tagesordnung.

Adiga zeichnet ein unverstelltes Bild von Indien, das keinen verklärten Blick zulässt. Im Vorübergehen lernt man erneut sehr viel über das Land und die Verhältnisse, die dort herrschen.

„Zwischen den Attentaten“ ist zeitlich vor „Der weiße Tiger“ entstanden. Es wirkt auch nicht ganz so ausgereift wie das Erstlingswerk. Diesem Buch fehlen auch die realsatirischen Passagen. Das fehlt mir als Leser. Ich mag es, wenn mir das Lachen im Halse stecken bleibt. Hier bleibt eher Empörung und Entsetzen zurück. Aber nicht auf eine sehr belastende Weise, so dass es sich lohnt, auch dieses Buch zu lesen. Wer die Wahl hat, sollte vielleicht besser zu „Der weiße Tiger“ greifen.

„Zwischen den Attentaten“ erhält von mir 7 von 10 möglichen Punkten. Es ist bei C.H. Beck erschienen und kostete 19,90 Euro.

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