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	<description>blick in die analoge und digitale welt</description>
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		<title>Ein Tag am Katholikentag</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 06:17:01 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Analog und Digital]]></category>
		<category><![CDATA[Familien]]></category>
		<category><![CDATA[Familienbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Katholikentag]]></category>
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		<category><![CDATA[Wir sind Kirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat sich einfach angeboten, einen Tag am Katholikentag zu verbringen. Mannheim liegt in Schlagweite. Qualitätszeit verbringen mit der Familie, bei vernünftigem Wetter, mal an einem etwas ungewöhnlicheren Ort. Es war mein erster Katholikentag. Die Erfahrungen waren - sagen wir mal wertfrei - einigermaßen vielfältig.

Da ich noch Rookie bin, muss ich sagen, dass ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat sich einfach angeboten, einen Tag am Katholikentag zu verbringen. Mannheim liegt in Schlagweite. Qualitätszeit verbringen mit der Familie, bei vernünftigem Wetter, mal an einem etwas ungewöhnlicheren Ort. Es war mein erster Katholikentag. Die Erfahrungen waren &#8211; sagen wir mal wertfrei &#8211; einigermaßen vielfältig.</p>
<p>Da ich noch Rookie bin, muss ich sagen, dass ich über den hohen Eintrittspreis gestolpert bin. Für eine Familientageskarte mussten wir 45 Euro berappen. Und hier war nichts dabei, noch nicht einmal ein Umhängebändchen für die Karte. Keine Unterlagen, kein Katalog, kein Rucksack, nur eine mickrige, etwas uninformative Karte des weitreichenden Geländes.</p>
<p>Mit einem genaueren Blick ins Programm wurde auch deutlich, dass das Programm am Donnerstag erst um 12 Uhr begann. Wir wollten aber den ganzen Tag nutzen und haben auch für den ganzen Tag bezahlt. Ich war einigermaßen sauer. Wir waren um 10.30 Uhr am Gelände. So hieß es dann am Zentrum für Generationen und Familie erstmal warten.</p>
<p>Doch als es dann losging, war es ein großartiger Auftakt für uns alle. Wir haben uns dem Pastoralreferenten Georg Mattes und seinem Team angeschlossen, das mit den Besuchern gesungen und Spaß gemacht hat. Für die Kinder war es großartig &#8211; und für und Eltern herausragende Qualitätszeit. Edelstein-Momente, in anderer Sprechweise. Wir haben lange dort gesungen und gespielt. De Kinder hätten auch den ganzen Tag mitgemacht. Ich habe zwischenzeitlich dem Deutschlandradio Kultur ein Interview gegeben, das am Samstag irgendwie verarbeitet gesendet wird. Ich bin gespannt.</p>
<p>Auch die anderen Angebote für Familien und Kinder waren in Ordnung. Basteln, Malen, Sinnesgarten, Spielen, Mitmachzirkus. Nichts besonderes, aber alles ganz solide.</p>
<p>Am Nachmittag wollten wir uns dann ein bisschen inhaltlich mit Familienbildung auseinandersetzen. Tom und Nora waren in der kostenlosen Kinderbetreuung, was sehr gut geklappt hat. Und wir hatten unseren inhaltlichen Input. Das war sehr gut.</p>
<p>Wir wären besser noch zwei Stunden an Ort und Stelle, also am Zentrum für Generationen und Familien geblieben. So sind wir durch die ganze Stadt gegangen, um auch noch andere Zentren zu sehen und zu erleben. Das war dann aber in der Regel nichts Familienkompatibles. Das war es dann für die 45 Euro an einem 2/3 Tag. Ich bin der Meinung, dass hier andere Modelle angedacht werden müssen. Die Kostenhürde ist deutlich zu hoch. Wollt ihr eigentlich, dass jemand zu dieser Veranstaltung kommt? Oder sollen Helfer und Aussteller unter sich bleiben? Wieviele zahlende Besucher gibt es wirklich? Wie offen ist diese Kirche, auch aus Sicht der Laien?</p>
<p>Einen negativen Höhepunkt gab es noch zum Schluss bei den Alternativen in der Johanniskirche. Wir dachten, dass wir &#8211; durchaus von den Ideen von &#8220;Wir sind Kirche&#8221; angezogen &#8211; dort zum Vortrag von Peter Hertel vorbeischauen sollten. Doch was folgte, war ein Schock. Auch wenn wie die Kinder nicht dabei gehabt hätten, hätten wir den Altersdurchschnitt um gefühlte 50 Jahre gesenkt. Wenn die Reformer der Kirche 80+ sind (ich habe nichts gegen Senioren und deren Engagement und Einsatz), dann frage ich mich, ob es mit einer Reform der katholischen Kirche gelingen kann. Es kann natürlich nicht. Und das hat auch mit Familienfeindlichkeit zu tun.</p>
<p>Dazu kommt noch, dass organisatorisch der totale Wahnsinn am Start war. Man hat es nicht geschafft, einen kleinen Raum ordentlich zu beschallen. Dann hat man uns auch noch die Tür vor der Nase zugemacht. Wir haben uns wegen der Kinder außerhalb aufgehalten. Als man dann merkte, dass die Tonanlage leider gegen den nicht vorhandenen Lärm von außerhalb des Vortragsraumes nicht ankommt, haben zwei verklemmte aber immerhin etwas jüngere Aktivisten den Raum geschlossen, vor unserer Nase ohne Dialog.</p>
<p>Leute, Ihr habt total versagt. Eure Reform der Kirche geht in die Hose. Ihr schmort nur im eigenen Saft. An solchen Tagen wird dies deutlich, sehr deutlich.</p>
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		<title>Und wieder versagen die Medien</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 07:08:36 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitän Schettino]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Kreuzfahrtschiff musste auf Grund laufen, mindestens elf Menschen mussten sterben und in Kapitän Schettino musste ein neuer Sündenbock für alle Probleme der Welt gefunden werden - bis die Medien die Causa Wulff aus den Augen verloren haben.

Dieses Beispiel zeigt mal wieder, dass das Mediensystem und damit die Gesellschaft ein zutiefst internales, immanentes Problem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kreuzfahrtschiff musste auf Grund laufen, mindestens elf Menschen mussten sterben und in Kapitän Schettino musste ein neuer Sündenbock für alle Probleme der Welt gefunden werden &#8211; bis die Medien die Causa Wulff aus den Augen verloren haben.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt mal wieder, dass das Mediensystem und damit die Gesellschaft ein zutiefst internales, immanentes Problem hat. Die Sache entgleitet im Tsunami der Emotionen all zu leicht. Wenn sich ein neues Thema aufbaut, das die Gefühle hochkochen lässt, ist ein anderes vermeintlich weltbewegendes Thema schnell beim Agenda Setting auf einen der hinteren Plätze verbannt. Und dann sind die Medien schnell in der Gefahr, sich lächerlich zu machen. So wurde heute in den Radionachrichten berichtet, das berichtet wurde, Frau Wulff hätte ein Auto zu Sonderkonditionen geleast. Selbst wenn es so wäre. Ein solches Nachtreten ist peinlich und schadet dem Image der Medien und der Journalisten.</p>
<p>Das Thema Wulff sollten sie als Ganzes zur Seite legen. Der Rücktritt würde auch nichts bringen. Er hat sich und dem Amt, das er bekleidet, schwer geschadet. Das weiß heute fast jeder &#8211; und morgen? So hat jeder seine persönliche Entscheidung zu treffen. Und manche haben eben ein besseres Gedächtnis als andere. Und das weiß auch Wulff.</p>
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		<title>Eine Mediengeschichte zum Jahresstart</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 07:14:56 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Privatkredit]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Causa Wulff ist von Beginn an auch eine Mediengeschichte gewesen. Nicht in dem Sinne, wie es einige Politiker dargestellt haben. Die Medien sind nicht Schuld am Verhalten des Bundespräsidenten. Den Schuh muss einzig und allein er sich anziehen. Mittlerweile ist wohl klar, dass seine Tage gezählt sind. Wenn selbst die Freunde nicht mehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Causa Wulff ist von Beginn an auch eine Mediengeschichte gewesen. Nicht in dem Sinne, wie es einige Politiker dargestellt haben. Die Medien sind nicht Schuld am Verhalten des Bundespräsidenten. Den Schuh muss einzig und allein er sich anziehen. Mittlerweile ist wohl klar, dass seine Tage gezählt sind. Wenn selbst die Freunde nicht mehr zu einem halten, dann ist wohl alles vorbei.</p>
<p>Wie so oft bei den ganz großen Scoops spielt die Bild-Zeitung eine ganz wichtige Rolle (es ist übrigens ganz lustig wie der Spiegel darstellt, dass seine investigativen Kräfte auch an der Geschichte mit dem Privatkredit dran gewesen sind). Ein Geschenk des Himmels war es dann am Ende noch, dass Wulff &#8211; nicht mehr ganz Herr seiner Emotionen &#8211; einen Wutanruf auf der Mobilbox von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hinterlassen hat.</p>
<p>Aber nochmal der Reihe nach. Am 13. Dezember hat sich die Welle in Bewegung gesetzt. Zu Anfang gab es noch reichlich Rückendeckung für den Bundespräsidenten. Nicht nur bei den Politikern. Auch in der Bevölkerung war alles noch ganz in Ordnung. Die Salamitaktik, das Rausschmeißen seines Sprechers und die unvollständige Transparenz haben die Skepsis und die Kritik angefeuert. Dass der letzte Kreditvertrag zu Normal-Mensch-Konditionen dann doch erst kurz vor Weihnachten unterzeichnet wurde, hat das Fass bis an den Rand der vollständigen Füllung gebracht. Sowohl die klassischen Medien als auch die Netzgemeinde waren zu diesem Zeitpunkt eher klar und sachlich. Für viele steht sowieso schon lange fest, das Christian Wulff nicht in seinem Amt bleiben kann. Das wurde auch unverblümt so dargestellt. Doch blieb die Häme weitgehend außen vor.</p>
<p>Doch dann kam es zur Instrumentalisierung von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Süddeutschen Zeitung durch die Bild-Zeitung. Am Wochenende wurde also bekannt, dass Wulff Diekmann angerufen hat, um ihm Drohungen auf das digitale Band zu diktieren. Seine Meinung zur Pressefreiheit hat Wulff implizit damit auch kundgetan. Das war eine nachhaltige Dummheit. Die Bild-Zeitung hat die Geschichte ausnahmsweise nicht selbst gebracht, sondern so genannte Qualitätsmedien mit der Information versorgt. Ein Geniestreich von Diekmann.</p>
<p>Spätestens jetzt war auch die Netzgemeinde in höchstem Maße aktiviert. Neben sachlicher Auseinandersetzung mit dem Thema kam nun noch ein riesiger Schwall Häme hinzu (dafür steht beispielhaft das hashtag #wulffilme auf Twitter). Das macht deutlich, dass das Amt beschädigt ist, der Respekt ist dahin &#8211; und es darf bezweifelt werden, das Christian Wulff der Mann ist, der diesen Respekt als Person und Amtsträger wieder herstellen kann.</p>
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		<title>Markwort für gute Bezahlung und noch besseren Journalismus</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 06:31:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Markwort]]></category>
		<category><![CDATA[Hessischer Journalistenpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Helmut Markwort ist diese Woche mit dem Hessischen Journalistenpreis für sein bisheriges Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Sparda-Bank Hessen (meinem Arbeitgeber) in Zusammenarbeit mit dem DJV Hessen verleihen. Es wurden neben Markwort noch fünf weitere Journalisten für ihre Arbeiten zum Thema "Hessen bilden" ausgezeichnet.
Markwort hat eine Lanze für den Qualitätsjournalismus gebrochen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut Markwort ist diese Woche mit dem Hessischen Journalistenpreis für sein bisheriges Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Sparda-Bank Hessen (meinem Arbeitgeber) in Zusammenarbeit mit dem DJV Hessen verleihen. Es wurden neben Markwort noch fünf weitere Journalisten für ihre Arbeiten zum Thema &#8220;Hessen bilden&#8221; ausgezeichnet.</p>
<p>Markwort hat eine Lanze für den Qualitätsjournalismus gebrochen. Natürlich ging es auch um das Thema Online und das überbordende Engagement der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im Internet. Zwischen den Zeilen hörte man schon heraus, dass aus seiner Sicht einige Regeln dem ganzen Geschäft von Verlagen zuträglich wären.</p>
<p>Ganz besonders interessant war aber, dass Markwort betont hat, dass auch junge Journalistenkollegen ordentlich entlohnt werden sollten. In den kürzlich zu Ende gegangenen Tarifverhandlungen hatten die Arbeitgeber gerade Einschnitte bei den Einstiegsgehältern gefordert, um schließlich eine insgesamt schlankere Tarifstaffelung zu erreichen. Dem hat auch Markwort ein klare Absage erteilt. Der Medienmanager mit Darmstädter Wurzeln (dessen großes Vorbild Georg Hensel [ehedem beim Darmstädter Echo, meiner Volontariats-Zeitung, tätig uns später Feuilleton-Chef bei der FAZ] ist) will kluge Köpfe im Journalismus sehen &#8211; und nicht nur in den Unternehmen jenseits der Medienbranche.</p>
<p>Gerade für jüngere Kollegen war es auch eine Mutmach-Ansprache. Sein Medienalphabet &#8211; zu fast jedem Buchstaben hat Markwort &#8211; einen für ihn bedeutsamen Begriff identifziert und diesen dann ausgeführt wirkte in teilen auch wie eine Motivationsspritze. Markwort ist ein Journalist aus Leidenschaft, das hat man gespürt, im besten Sinne. er bezeichnete sich selbst als &#8220;lebenslangen Volontär&#8221; &#8211; ein bisschen Koketterie ist dabei, das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Als Volontär ist die Leidenschaft für den Beruf besonders groß. Es kann sich jeder glücklich schätzen, der sich diese Leidenschaft das ganze Berufsleben über bewahrt.</p>
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		<title>Gelesen 22: Totentanz</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 05:37:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zwischendrin muss es auch mal wieder ein Buch zur Entspannung sein. Die Laurenti-Krimis von Veit Heinichen bilden eine Reihe, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Diesmal habe ich mir den fünften Fall des Ermittlers aus Triest vorgenommen: "Totentanz".

Lange vor der Lektüre habe ich die Verfilmung dieses Teils im Fernsehen geschaut - und tatsächlich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.textclip.de/2011/08/01/413/gelesen-22-totentanz/totentanz/" rel="attachment wp-att-414"><img class="alignleft size-full wp-image-414" title="totentanz" src="http://www.textclip.de/wordpress/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/totentanz.jpg" alt="" width="188" height="298" /></a>Zwischendrin muss es auch mal wieder ein Buch zur Entspannung sein. Die Laurenti-Krimis von Veit Heinichen bilden eine Reihe, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Diesmal habe ich mir den fünften Fall des Ermittlers aus Triest vorgenommen: &#8220;Totentanz&#8221;.</p>
<p>Lange vor der Lektüre habe ich die Verfilmung dieses Teils im Fernsehen geschaut &#8211; und tatsächlich habe dies zum ersten Mal als störend und abträglich empfunden. Zu stark waren meine vorgefertigten Bilder im Kopf. Und dann weicht das Drehbuch auch noch erheblich von der Vorlage ab. Das ist ja grundsätzlich kein Problem. Allerdings hat es mich hier ganz stark gestört.</p>
<p>Die TV-Filme mit Henry Hübchen in der Hauptrolle sind durchweg hervorragend gelungen &#8211; leider hat sich die ARD wegen Erfolglosigkeit gegen eine Fortsetzung entschieden. Auch die Bücher sind großartig &#8211; und das mag auch für &#8220;Totentanz&#8221; gelten.</p>
<p>Wieder einmal befindet sich Proteo Laurenti darin im Clinch mit den Drakic-Geschwistern. Im Vergleich zu den anderen Büchern geht es in dieser Folge allerdings wahrhaftig um Leben und Tod. Über eine sehr gewagte Wendung steigert sich das Buch zu einem Finale Furioso. Die Umsetzung ist sehr gut gelungen &#8211; das gilt auch für die Umsetzung im Film. Diese ist zwar ein wenig anders, passt aber trotzdem sehr gut.</p>
<p>Bei allen lobenden Worten: Ich bin in die Lektüre nicht so entspannt hineingekommen, wie ich mir das gewünscht hätte. Die Bilder im Kopf waren zu stark. Die Enttäuschungen durch die Dissonanzen zu groß. Ist vielleicht ungerecht, allerdings sind für &#8220;Totentanz&#8221; nicht mehr als 6 von 10 Punkten drin.</p>
<p><a title="Der Titel Totentanz bei Amazon" href="http://www.amazon.de/Totentanz-Ein-Proteo-Laurenti-Krimi-Veit-Heinichen/dp/342321161X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1312176726&amp;sr=8-1" target="_blank">Veit Heinichen, Totentanz, 2009 (Taschenbuchausgabe), dtv, 320 Seiten</a></p>
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		<title>Gelesen 21: Social Media im Kulturmanagement</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 06:47:14 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media im Kulturmanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer notorisch an Geldmangel leidet ist und kaum Mittel für Marketingmaßnahmen zur Verfügung hat, hat es in heutiger Zeit deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Social Media ist das Stichwort. Eigentlich war es noch nie so einfach, einen Buzz für seine Sache zu erzeugen wie in Zeiten von Facebook, Twitter, Soundcloud und Co.

NGOs ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Link zum Buch im mitp-Online-Shop" href="http://www.it-fachportal.de/shop/buch/%20Social%20Media%20im%20Kulturmanagement/detail.html,b177382" target="_blank"></a><a title="Link zum Buch im Online-Shop von mitp" href="http://www.it-fachportal.de/shop/buch/%20Social%20Media%20im%20Kulturmanagement/detail.html,b177382" target="_blank"><img src="http://www.textclip.de/wordpress/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/socmedia-kultur-1.jpg" alt="socmedia kultur" hspace="6" vspace="6" width="205" height="294" align="left" /></a>Wer notorisch an Geldmangel leidet ist und kaum Mittel für Marketingmaßnahmen zur Verfügung hat, hat es in heutiger Zeit deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Social Media ist das Stichwort. Eigentlich war es noch nie so einfach, einen Buzz für seine Sache zu erzeugen wie in Zeiten von Facebook, Twitter, Soundcloud und Co.</p>
<p>NGOs aber auch Kultureinrichtungen haben entsprechend einen großen Bedarf an Know-how-Transfer. Denn: Die Zugangshürde in die Welt sozialer Netzwerke ist vielleicht niedrig &#8211; doch die Social-Media-Klaviatur erfolgreich beherrschen, will gekonnt sein.</p>
<p>Einen sehr wichtigen Beitrag für den erfolgversprechenden Einsatz von Social Media im Kulturmanagement hat die zweite Start Conference im vergangenen Jahr in Duisburg geleistet. Und die Fortsetzung erfährt sie nun in Form eines Tagungsbandes, der im mitp Verlag erschienen ist.</p>
<p>&#8220;Social Media im Kulturmangement&#8221;, herausgegeben von Karin Janner, Christian Holst und Axel Kopp, ist die perfekte Einstiegsliteratur für alle, die für ihre Kultureinrichtung oder kulturelle Veranstaltung Social Media-Aktivitäten starten wollen. Vor allem die praktischen Grundlagen und die Fallbeispiele aus der Praxis geben einen schönen Überblick über die Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz von Blogs, bewertungsportalen, Facebook und Twitter ergeben. Das Buch ist sehr klar und gut strukturiert. Allenfalls die theoretischen Grundlagen stellen sich als etwas zäher Lesestoff heraus.</p>
<p>Die Spannbreite der Fallbeispiele ist sehr weit. Von sehr einfachen und zeitbudgetfreundlichen Lösungen bis hin zum professionellen, intensiveren Ansatz ist alles vertreten. Sehr spannend ist das Kapitel über Crowdfunding. Selbst Social Media-Experten können hier noch einiges über die Möglichkeiten lernen, wie man viele für die Finanzierung von Kulturprojekten gewinnen kann.</p>
<p>Wer sich selbst noch als Rookie im Bereich Social Media betrachtet, kann auch unabhängig von dem spitzen Thema eine Menge aus der Lektüre herausziehen. &#8220;Social Media im Kulturmangement&#8221; bekommt von mir 8 von 10 möglichen Punkten. Abstriche gibt es für den etwas zu ausführlichen und zähen theoretischen Teil (allerdings hat auch er absolut seine Berechtigung, dieser Aspekt gehört in ein solches Buch).</p>
<p><a title="Link zum Buch im mitp-Online-Shop" href="http://www.it-fachportal.de/shop/buch/%20Social%20Media%20im%20Kulturmanagement/detail.html,b177382" target="_blank">Karin Janner, Christian Holst, Axel Kopp, Social Media im Kulturmanagement, 2011, mitp, 456 Seiten, 29,95 Euro</a></p>
<p><a title="Twitter-Liste Museen und mehr Kunst" href="http://twitter.com/#!/c_lippok/museen-und-mehr-kunst" target="_blank">Ich habe eine Kulturliste auf Twitter. Vielleicht mag ja jemand dieser Liste folgen <img src='http://www.textclip.de/wordpress/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </a></p>
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		<title>Gelesen 20: The Story of Stuff</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 18:35:24 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Annie Leonard]]></category>
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		<category><![CDATA[Wertstoffkreislauf]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt einfach Bücher, die hinterlassen ein ganz schlechtes Gefühl. Manche Bücher strapazieren die Nerven des Lesers während der Lektüre aufs Äußerste. Manche Bücher sind einfach nur anstrengend und gnadenlos. "The Story of Stuff" von Annie Leonard ist so ein Buch. Einschränkend muss ich sagen, dass die erste Aussage nicht so ganz richtig ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-405" title="storyofstuff" src="http://www.textclip.de/wordpress/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/storyofstuff.jpg" alt="Cover von &quot;The Story of Stuff&quot;" width="211" height="336" />Es gibt einfach Bücher, die hinterlassen ein ganz schlechtes Gefühl. Manche Bücher strapazieren die Nerven des Lesers während der Lektüre aufs Äußerste. Manche Bücher sind einfach nur anstrengend und gnadenlos. &#8220;The Story of Stuff&#8221; von Annie Leonard ist so ein Buch. Einschränkend muss ich sagen, dass die erste Aussage nicht so ganz richtig ist &#8211; und damit wird das Werk mit dem Untertitel &#8220;Wie wir die Erde zumüllen&#8221; zu einem ganz wertvollen Sachbuch.</p>
<p>Ja, wir verschwenden Ressourcen. Ja, wir produzieren zu viel Müll. Ja, die Globalisierung hat ihre ganz miesen Seiten. Ja, unsere Wirtschaft ist auf Konsum ausgelegt. Ja, die Werbung hat ihre Schattenseiten. Man hat kaum eine Möglichkeit einmal durchzuatmen. Die 400 Seiten sind dicht gepackt mit Fakten, Daten und Beispielen. Immer wieder deutet die Autorin an, dass es auch Hoffnungsschimmer gibt. Es gibt einen Ausweg. Die Erde muss nicht bis aufs Letzte ausgebeutet werden, Konsum allein macht nicht glücklich.</p>
<p>Annie Leonard zeichnet den Weg der Wertstoffe und Giftstoffe anhand einer Kette von Rohstoffgewinnung über Produktion, Distribution und Konsum bis hin zur Entsorgung nach. Bekannt wurde die Expertin Umwelt und Gesundheitsfragen durch den Internet-Film &#8220;The Story of Stuff&#8221;, der auch die Grundlage für dieses sehr amerikanische Buch bildet. Der US-Fokus wird allerdings geschickt durch zahlreiche Beispiele und Zahlen aus Europa und vor allem Deutschland ergänzt. Dabei wird auch immer wieder deutlich, dass die Kulturen sich klar unterscheiden &#8211; was aber nichts daran ändert, dass die Welt zugemüllt wird, Giftstoffe freigesetzt werden und die Konsumgesellschaft mit ihren geplanten Obsoleszenzen vor allem im Elektronikbereich nicht nur ein Segen ist.</p>
<p>Sehr deutlich arbeitet sie die globalen Zusammenhänge heraus. Sie zeigt, warum die Preise für Produkte niedrig sein können, wenn man Kosten externalisiert. Die Umweltverschmutzung findet mehr und mehr in der kaum entwickelten Welt statt. Und von dieser Verschiebung profitieren die entwickelten Staaten &#8211; zumindest kurzfristig.</p>
<p>Bei aller bedrückender Darstellung bekommt die Autorin am Schluss sehr gut die Kurve, um den Leser nicht hilflos und suizidgefährdet aus dem Buch zu entlassen. Sie zeigt am Ende, inwieweit auf politischer Ebene Einfluss genommen werden kann. Und schließlich gibt sie Tipps dafür, wie man in seinem persönlichen Umfeld dazu beitragen kann, dass ein Kollabieren der Erde am Schluss vielleicht doch noch abgewendet werden kann.</p>
<p>&#8220;The Story of Stuff&#8221; erhält 8 von 10 möglichen Punkten. Abstriche gibt es für den Anstrengungsgrad und die etwas langatmigeren Passagen. Das Buch verändert. Im Bekannten- und Kolleginnenkreis habe ich davon erzählt &#8211; und es werden demnächst einige von ihnen lesen. Verhaltensänderungen haben sie sogar schon nach meinen Darstellungen und der ersten Beschäftigung mit diesem Thema angekündigt.</p>
<p><a title="Link zu Econ. Online-Shop." href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/econ/buch.php?id=13695&amp;page=suche&amp;auswahl=a&amp;pagenum=1&amp;page=buchaz" target="_blank">Annie Leonard, The Story of Stuff, 2010, Econ, 400 Seiten 18 Euro.</a> In Kürze (15.4.2011) erscheint der Titel auch als <a title="Link zu Ullstein. Online-Shop." href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteintb/buch.php?id=17030&amp;page=suche&amp;auswahl=a&amp;pagenum=1&amp;page=buchaz" target="_blank">Taschenbuch bei Ullstein für 9,99 Euro</a>.</p>
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		<title>Gelesen 19: Die Intelligenz des Schwarms</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 07:29:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Die Intelligenz des Schwarms]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarmintelligenz]]></category>
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"In jedem Falle dienen wir der Gruppe am besten, wenn wir uns selbst treu bleiben." Diese Zitat aus dem Buch "Die Intelligenz des Schwarms" von Peter Miller wird bei mir über den Tag hinaus wirken. Ich bin ein großer Freund des Schwarmtheorie-Ansatzes. Ich glaube, dass es tatsächlich so etwas wie Schwarmintelligenz auch beim Menschen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_400" class="wp-caption alignright" style="width: 204px"><img class="size-medium wp-image-400" title="Peter Miller Die Intelligenz des Schwarms" src="http://www.textclip.de/wordpress/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/schwarm_foto-194x300.jpg" alt="Peter Miller Die Intelligenz des Schwarms" width="194" height="300" /><p class="wp-caption-text">Peter Miller Die Intelligenz des Schwarms</p></div>
<p>&#8220;In jedem Falle dienen wir der Gruppe am besten, wenn wir uns selbst treu bleiben.&#8221; Diese Zitat aus dem Buch &#8220;Die Intelligenz des Schwarms&#8221; von Peter Miller wird bei mir über den Tag hinaus wirken. Ich bin ein großer Freund des Schwarmtheorie-Ansatzes. Ich glaube, dass es tatsächlich so etwas wie Schwarmintelligenz auch beim Menschen geben kann. Manchmal funktioniert das Ganze automatisch. Manches Mal müssen aber auch die Bedingungen geschaffen werden, um das Potenzial des Schwarms entfalten zu können.</p>
<p>Miller gelingt es recht gut, Phänomene aus der Tierwelt &#8211; er fokussiert vor allem auf Ameisen, Bienen und Termiten &#8211; in den Alltag und das Wirtschaftsleben zu übertragen. Einige seiner Beispiele sind allerdings nicht unbedingt zwingend. Das Nutzen der Schwarmintelligenz bei Boeing zur Entwicklung des Dreamliners ist offensichtlich ein Versuch gewesen, der nicht zum Erfolg geführt hat.</p>
<p>Der Autor, der für den National Geographic arbeitet, zeigt zum Teil gewollt und zum Teil ungewollt, dass Schwarmintelligenz auch zu falschen Entscheidungen einer Gruppe führt. Sehr schön sind die Beispiele von Fischschwärmen, die sich von gefakten Fischen in die Irre leiten lassen. Auch die verheerenden Auswirkungen durch überbordende Heuschreckenpopulationen sind sehr anschaulich. Manchmal vergleicht er aber auch Phänomene, die meiner Ansicht nach nicht immer zusammenpassen. Er vermengt teilweise auch Erkenntnisse der klassischen Sozialpsychologie mit den neueren Ansätzen. Dadurch gehen manchmal die klare Linie und das eigentliche Thema unter. Andererseits zeigt es, dass natürlich auch der Schwarmintelligenz viel davon enthält, was in der Wissenschaft schon unter anderen Namen auf der Agenda steht oder stand.</p>
<p>Ich habe in jedem Fall sehr viel über staatenbildende Insekten gelernt. Besonders beeindruckt hat mich der Tanz der Bienen, der Voraussetzung für die Entscheidung für einen bestimmten Nestbauplatz ist.</p>
<p>&#8220;Die Intelligenz des Schwarms&#8221; bekommt von mir 7 von 10 Punkten. Das Buch ist in jedem Fall unterhaltsam und lehrreich. Wer allerdings erwartet, konkrete Handlungsanweisungen für Alltag und Beruf zu erhalten wird enttäuscht sein. Ich habe übrigens die Variante der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt gelesen. Es handelt sich um eine Lizenzausgabe des Buches aus dem Campus Verlag.</p>
<p><a title="Link zum Shop der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt" href="http://www.wbg-wissenverbindet.de/WBGShop/php/Proxy.php?purl=/wbg/products/search/show,16599,schwarms.html#16599" target="_blank">Peter Miller, Die Intelligenz des Schwarms, 2010, WBG, 271 Seiten, 15,90 Euro</a> (Das Original aus dem Campus Verlag kostet 19,90 Euro)</p>
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		<title>Copygate und seine Folgen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 18:34:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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		<category><![CDATA[zu Guttenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt muss ich abschließend doch einmal zum Thema Copygate in die Tasten greifen. Zu Guttenberg hat nun getan, was unvermeidbar war. Er hat seinen Hut genommen. Die Ära als Verteidigungsminister ist beendet.

Natürlich kann er seine Schuld nicht eingestehen - dafür ist er zu sehr Politiker. Er war in den vergangenen Wochen schlecht beraten. Im ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt muss ich abschließend doch einmal zum Thema Copygate in die Tasten greifen. Zu Guttenberg hat nun getan, was unvermeidbar war. Er hat seinen Hut genommen. Die Ära als Verteidigungsminister ist beendet.</p>
<p>Natürlich kann er seine Schuld nicht eingestehen &#8211; dafür ist er zu sehr Politiker. Er war in den vergangenen Wochen schlecht beraten. Im Moment steht er wahnsinnig schlecht da &#8211; auch wenn ein Großteil der verbohrten Bevölkerung noch immer zu ihm hält. Was muss man &#8211; wenn man ganz genau darüber nachdenkt &#8211; von einer Gesellschaft halten, die ihm diesen Betrug durchgehen lassen will. Die deutsche Bevölkerung erwartet von Politiker und Staatslenkern offensichtlich nichts anderes als betrügerisches, verbrecherisches und unglaubwürdiges Verhalten. Das ist das Ende politischer Kultur. Es ist das Ende von Kultur, Gesellschaft und eigentlich allem, was eine Wertegemeinschaft, ein Gemeinwesen, einen Staat ausmacht. Eigentlich bin ich sprachlos &#8211; aber offensichtlich bin ich das nie wirklich.</p>
<p>Eigentlich ist nicht er schuld an den Ereignissen der vergangenen Wochen und Jahre. Es war die Mehrfachbelastung als Politiker, Familienmensch und Doktorand. Eigentlich war seine Doktorarbeit schuld. Die Familie war eines der Probleme. Und die Medien, die bösen. Die Medien sind schuld, endlich mal wieder. &#8220;Kümmert Euch doch um andere Themen, Ihr blöden Medien. Außenpolitisch ist so viel Musik drin. Lasst mich in Frieden sowie in Lug und Trug leben, Ihr blöden Medien&#8221;, hört man es rufen vom Schloss.</p>
<p>Leute, seid froh, dass es noch in Ansätzen so etwas wie Medien gibt, denen Kultur, Gesellschaft und Staat am Herzen liegen. Ihnen ist es zu verdanken, dass mafiöse und verbrecherische und korrupte Strukturen nicht noch mehr Raum greifen in diesem, unserem Land. Für Politikverdrossenheit und Desillusionierung sorgen Politiker schon selbst &#8211; die Medien haben hier nur teilweise ihren Anteil. Letzter Nebensatz bezieht sich auf die Bild-Zeitung und ähnliche Organe. Das muss ich leider so deutlich sagen.</p>
<p>Es gibt so viele Dinge in dieser Situation, die man sagen und/oder schreiben müsste. Ich will ein Thema herausheben. Angela Merkel ist so richtig froh, diesen für sie so arg gefährlichen Mann losgeworden zu sein. Sie steht jetzt noch nicht einmal als die da, die für zu Guttenbergs politische Pause gesorgt hat. damit hat sie eine reine Weste für die Zukunft gerettet. Es stimmt, dass der Ex-Verteidigungsminster ob seiner positiven Wirkung auf das Wahlvolk ein gewisses Grad an Wichtigkeit für die christlich orientierten Parteien gehabt hat. Die Bedeutung zu Guttenbergs für die anstehenden Wahlen wird jedoch deutlich überbewertet. Das politische Gedächtnis der gemeinen Bevölkerung ist extrem kurz. Sinnlose Wahlforschung &#8211; Entschuldigung, Ihr Statistiker da draußen, die Ihr zu meinem Bedauern Mittel der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kassiert &#8211; hat zu dieser Überbewertung einen wichtigen Teil beigetragen. Merkel kann natürlich sehr gut damit leben, dass zu Guttenberg vorerst von der Bildfläche verschwunden ist. Jetzt ist die Bahn frei. Keiner kann ihr in der Union das Wasser reichen.</p>
<p>Zu Guttenberg-Anhänger mögen heute in Tränen ausbrechen. Ihnen rufe ich zu: Grämt Euch nicht, er wird wieder kommen. Wie gesagt, das politische Gedächtnis des Wahlpublikums ist zu nicht viel Vernünftigem zu gebrauchen. Wenn die Zeit Merkels vorbei ist, wird Karl-Theodor wieder aus der Box herausspringen. Mangels Alternativen. Nach den Ereignissen der vergangenen Stunden und Tage ist es kaum vorstellbar. Das kollektive Gedächtnis wird versagen. Das ist sicher.</p>
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		<title>Das ZDF macht ernst</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 17:37:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch im März soll die erste, natürlich kostenlose, ZDF-Applikation den App-Store und den Android-Market erreichen. Das hat heute ZDF-Intendant Markus Schächter bekanntgegeben. Den Anfang macht die Mediathek-App. In naher Zukunft, noch im Sommer 2011, sollen die Portale www.zdf.de, heute.de und die tivi-Mediathek an den Start gehen. An der App zu sport.zdf.de wird noch bis ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch im März soll die erste, natürlich kostenlose, ZDF-Applikation den App-Store und den Android-Market erreichen. Das hat heute ZDF-Intendant Markus Schächter bekanntgegeben. Den Anfang macht die Mediathek-App. In naher Zukunft, noch im Sommer 2011, sollen die Portale <a href="http://www.zdf.de" target="_blank">www.zdf.de</a>, <a href="http://www.heute.de" target="_blank">heute.de</a> und die tivi-Mediathek an den Start gehen. An der App zu sport.zdf.de wird noch bis zum Frühjahr 2012 geschraubt.</p>
<p>Rundfunkrechtlich sei es unbedenklich, dass das ZDF eigene Applikationen anbietet, da sie im genehmigten Telemedienkonzept des ZDF enthalten seien, heißt es. Darin sei die technische Aufbereitung der Inhalte für PC und mobile Endgeräte besonders hervorgehoben. Natürlich müssten die Applikationen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Es wird aber nicht versäumt zu erwähnen, dass die gewerbliche Tochter ZDF Enterprises natürlich auch kostenpflichtige Programme produzieren und verbreiten dürfe. Als Beispiel wird eine Applikation angeführt, die Rezepte aus der Sendung &#8220;Lanz kocht&#8221; enthält. Solche Inhalte dürften laut Telemedienkonzept nicht mehr im Online-Angebot vom ZDF vorgehalten werden. Ergo: Alles, was online bei den Öffentlich-Rechtlichen okay ist, ist auch als kostenlose App okay. Und während andere Inhalte, die im Web nicht verfügbar gemacht werden dürfen, dort auch niemals verkauft werden könnten, weil dafür schlichtweg keiner bezahlen würde, kann nun auch hier in gelernten Kanälen Reibach gemacht werden.</p>
<p>Die Nachricht von der ersten ZDF-App (die ARD hat ja bereits mit der Tagesschau-App einen ersten Vorstoß in diese Richtung gemacht) kommt natürlich nicht überraschend. Allerdings versetzt das den privatwirtschaftlich betriebenen Medien doch wieder einen ordentlichen Dämpfer. Der schöne Paid Content kann schlecht an Mann und Frau gebracht werden, wenn es gleichwertige Inhalte per Gesetz verordnet in den neuen Kanälen kostenlos gibt. Von der Aufbruchstimmung durch iPad und Smartphone-Applikationen ist nicht mehr viel übrig. Ganz schwer hat die Medienbetreiber ja schon die rücksichtslose Haltung von Apple getroffen, Inhalte ausschließlich mit Vertriebseinnahmen-Beteiligung an die Nutzer zu bringen. Und jetzt formiert sich auch noch das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Medienmacher haben es schwer, und entgegen der Hoffnung vieler, wird es wohl auch so bleiben.</p>
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