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Nix wissen, aber reden

Das war sie wieder – die hohe Kunst des Journalismus. Die ARD hat einen Brennpunkt gesendet. Das macht sie ja immer wieder einmal, wenn etwas Weltbewegendes passiert.

Heute ist ein Air-France-Airbus auf dem Weg von Rio nach Paris abgestürzt – wahrscheinlich. Man weiß fast nichts über die Absturzgründe, geschweige denn -stelle. Entsprechend wurden auch noch keine Wrackteile gefunden. Es gab wohl ein schweres Unwetter. Die Maschine hat ein Fehler in der Elektronik gemeldet. Der Flieger ist vom Radar verschwunden. 228 Personen waren wohl an Bord. Über die Herkunft der Passagiere gibt es auch nur vage Vorstellungen. Es waren wohl Brasilianer, Franzosen, Dutsche und Italiener an Bord. Das war es dann auch schon.

Der ARD hat es gereicht um diese Faktenlage herum einen zehnminütigen Brennpunkt zu senden. Ein 90-Sekünder in den Nachrichten reicht, wenn man nichts weiß. Wieso muss das Fernsehen reden, wenn es nichts weiß. Die Zuschauer werden allenfalls heiß gemacht. „Sieh an, man weiß nicht genau, warum das Flugzeug abgestürzt ist. Es gibt eigentlich gar keinen Grund. Das muss ein Terroranschlag gewesen sein.“

Dieser Brennpunkt war wirklich sinnlos. Sollen sie doch einen machen, wenn man wirklich mehr weiß und nicht nur herumspekulieren muss. Für chaotische Meldungen ist doch das Internet zuständig, dachte ich. Vom Fernsehen, zumal dem öffentlich-rechtlichen, erwartet man doch fundierte Informationen, oder etwa nicht?

Skurrilität am Rande: Das Interview mit dem Brasilien-Korrespondenten Thomas Aders kam rüber wie aus den TV-Uhrzeiten. Man hatte wohl keine Standleitung parat. Fast konnte man meinen, Brasilien liegt auf einem anderen Planeten.

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