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Dieses Buch hat mich an mein Limit gebracht. Der gleichnamige Wälzer von Frank Schätzing hat sich als unerwartet zähe Kost präsentiert, wie ich finde. Mindestens 600 der 1300 Seiten waren mir zuviel. Die Spannung konnte nur selten über über längere Phasen aufrecht gehalten werden. Der Autor hat deutlich zu viele Charaktere einführen müssen. Viele von ihnen waren einfach nur schrill – gebraucht hätte man sie im Verlauf der Story nicht.

Schätzing komponiert gewohnt gekonnt. Die kleinsten Details werden punktgenau beschrieben. Die Recherche und die Beschreibung von Sachverhalten ist makellos, wie immer. Der Blick in die nahe Zukunft hat etwas Visionäres. Die weitere Bedeutungssteigerung der Wirtschaft, die mehr und mehr das politische Handeln bestimmt, wird sehr schön skizzert und manifestiert sich irgendwie auch nur zwischen den Zeilen. Dennoch bin ich nie in einen Lese-Flow gekommen. Phasenweise nimmt die zweigeteilte Story natürlich Fahrt auf. Auch der Showdown ist spannend. Insgesamt sind die Beschreibungen der Geschehnisse auf dem Mond und auf Gaia extrem sperrig. Schätzing ist in einen Schreib-Flow gekommen – Hauptsache Flow.

Das Zusammenführen der zwei Erzählstränge – hier die Erde, dort das All – gelingt Schätzing auch sehr gut, keine Frage. Technisch ist alles in Ordnung. Und dennoch: Ich habe gelegentlich darüber nachgedacht, das Buch zur Seite zu legen. Der Weg zum Ende erschien mir zu mühsam. Und der Weg war mühsam. Schließlich möchte ich aber nicht von Zeitverschwendung sprechen. Daher kann ich „Limit“ 4 von 10 möglichen Punkten geben. Dem nächsten Buch von Frank Schätzing wünsche ich wieder mehr Drive.

Frank Schätzing, Limit, Kiepenheuer&Witsch, 1320 Seiten, 26 Euro.

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