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Lesen – Nachtzug nach Lissabon

Ich hasse es ja, ein Buch, das ich einmal angefangen habe, nicht zu Ende zu lesen. Beim Werk „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier war ich bedroht. Nach dem ersten Teil des Buches habe ich entschieden, es nun doch fertig zu lesen.

Der Plot wirkt mir bis hierhin extrem konstruiert. Der Protagonist, ein 57 Jahre alter Lehrer für noch ältere Sprachen, bricht in dem Buch aus seinem Leben aus – verspätete Midlife-Crisis. Allerdings kommt er insgesamt nicht sehr authentisch rüber. Sein Problem ist klar: Er lebt in der Vergangenheit. Darauf hat er keine Lust mehr. Kann man verstehen, ist aber im Fall unseres Helden eher merkwürdig. Der Autor konstruiert das Buch so, dass die Verbindung zum alten Leben der Hauptfigur immer wieder beschworen wird aber auch stückweise bröckelt.

Der Mann ist auf der Suche nach sich selbst. Mir ist dieser selbstverliebte aber auch zutiefst verunsicherte Typ einfach nicht sympathisch. Die Episoden, die er über sein Eheleben erzählt, geben mir Sicherheit in dieser Einschätzung. Die Ehe ging vor 19 Jahren kaputt – das kann nicht weiter verwundern. Er ist zu einem eigentümlichen Eigenbrötler geworden. In dieser Rolle sieht er sich aber so gern selbst, dass dieser radikale Lebenswandel unecht wirkt. So ist es bis jetzt.

Bislang ist es zudem ein Buch mit Längen. Manchmal ertappte ich mich dabei, dass ich mich über den Mann ärgere. Vielleicht ist aber genau das der Punkt, der das Buch schon wieder gut macht. 360 Seiten später werde ich es wissen – und die Leser des Blogs auch.

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